Britpop in Offenbach. Ein schwieriges Unterfangen, ist Offenbach doch ungefähr so britisch, wie die Kaiser Chiefs hessisch sind. Wenn derart genaue Gegensätze aufeinanderprallen, so ist das Ergebnis naturgemäß null; und so war es am Freitag passend zum Kaiser Chiefs – Gassenhauer “Everything is average nowadays” ein durchschnittlicher Abend in der Offenbacher Stadthalle. Die war mit schätzungsweise 2000 Musikfreunden, die immerhin für eine durchschnittlich gute Stimmung sorgten, durchschnittlich gefüllt.

Um 22 Uhr betraten des Kaisers Bosse die Bühne. Vermutlich damit keine falschen Illusionen über den Verlauf des weiteren Abends entstehen konnten, waren die ersten gesungenen Worte der Kaiser Chiefs: “Oh, everything is average nowadays…” Was programmatisch darauf folgte, war eine musikalisch und technisch solide und unterhaltsame Leistung ohne große Höhe- oder Tiefpunkte. Durchschnittskost, über die sich niemand ernsthaft beschweren darf.
Everything is average nowadays - nicht ganz: einzig die sehr alternativen Vorbands wollten sich nicht recht in das durchschnittliche Gesamtkonzept einpassen: Jakobinarina aus Island präsentierten sich unter-, Silversun Pickups aus Los Angeles überdurchschnittlich.